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Thassos (oder Thásos) ist vulkanischen Ursprungs und die nördlichste Insel der Ägäis. Sie liegt ca 15 km. vor der Südküste des mazedonischen Festlands, 398qkm groß in den Abmessungen: 25 km lang und 20 km breit mit einer Küstenlänge von knapp 100 km. Das Landesinnere ist gebirgig und hat mit dem Berg Ypsarion 1130m die höchste Erhebung der Insel. In der Zeit der Antike war die Insel bekannt wegen ihrer Goldminen und den Marmorvorkommen. Aber nicht nur Gold und Marmor, sondern auch der Export mit Wein, Olivenöl, Holz und Honig, sorgten für einen regen Handelsverkehr. Durch den Reichtum wurde eine Grundlage zur Kunst geschaffen, die schon in der archaischen und in der frühklassischen Zeit aufzublühen begann. Die Stadt Thásos wurde zum Sitz einer sehr angesehenen Bildhauerschule. Die Hauptstadt Thassos’ ist Liménas (eigentl. auch Thásos genannt) und liegt an der nördlichen Küste. Die Namensgebung der Insel beruht in der Mythologie auf mehreren Varianten. Die erste, meistgenannte, besagt, dass Thasos, Sohn des phönikischen Königs Agenor, während der Suche nach seiner Schwester Europa, die von Zeus als Stier entführt worden war, auf die Insel kam und sich hier ansiedelte, während sein Bruder Kadmos, der mit ihm nach Europa suchte, weiterreiste und später Theben gründete.
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. Auf Thassos wurden antike Siedlungen sowie archaische Heiligtümer, Kulthöhlen, Gräber und auch zwei frühchristliche Basiliken entdeckt. Die reichlichen Vorkommen an Edelmetallen konzentrierten sich hauptsächlich auf den östlichen Teil der Insel und wurden zuerst von den Phöniziern entdeckt und ausgebeutet. So kann man an vielen Stellen noch antike Gruben und Stollen vorfinden. Ein wichtiger Punkt der Weiterentwicklung der Zivilisation auf Thassos war die wahrscheinlich freundschaftliche Beziehung zu den Römern. Ein Wendepunkt kam jedoch mit der Ermordung Caesars und der Tatsache, dass Brutus und Cassius (die Mörder) die Stadt Thasos als Versorgungsbasis nutzten. Bewohnt ist Thassos schon seit dem späten Neolithikum und der Bronzezeit. Die ältesten Siedlungen fand man im Jahre 1969 im Süden an der Küste von Marie und bei Kastri. Sie gelten noch als prähistorisch und boten den Entdeckern reichhaltige und hochinteressante Funde. Besonders zahlreich sind jedoch die Zeugnisse menschlicher Population in der byzantinischen Zeit, die sich durch Bergbau, Marmorbrüche, Terrassen und Stützmauern äußern. Noch bis in die letzten Jahrhunderte hinein wurde die Bevölkerung von Thassos immer wieder von Piraten heimgesucht, was sie dazu veranlasste immer weiter ins Landesinnere einzurücken. Zeugnisse daraus ergeben sich aus einer Vielzahl von malerischen Siedlungen, die von der Küste aus nicht sichtbar sind. |
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Makedonische Zeit |
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Römische Zeit |
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Byzantinische Zeit |
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Osmanische Zeit |
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Archäolog. Museum |
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Byzantin. Museum |



